Der Schmetterling: Sinnbild für die Vergeistigung der Materie (Analogie: Raupe = Inkarnation, Puppe = Tod, Falter = Geistwesen)

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Standort, Bodentypen, Wasserhaushalt

Ergebnisse langjähriger Freilandversuche:


 Dreijährige Freilandversuche im Dauergrünland erbringen keine statistisch gesicherten Erkenntnisse

 In einem dreijährigen Freilandversuch an 4 verschiedenen Standorten Baden-Württembergs wurde eine gezielte Ausmagerung (Biomasse-Entzug unter Düngeverzicht) vorgenommen.

Die standardmäßig erhobenen Bodenwerte (P, K, Mg, pH) sollen Hinweise auf die allgemeine Nährstoffverfügbarkeit geben. Obwohl diese um Mineralstickstoffgehalt (Nmin), Humusgehalt und -qualität (C/N) bzw. ihre Kombination (Trophiefaktor) erweitert wurden, konnten nennenswerte statistisch gesicherte Beziehungen weder zum Ertragsverlauf, noch zu den Stickstoffentzügen nachgewiesen werden. Auf den hier untersuchten Mineralböden scheinen am ehesten noch Phosphat und C/N-Verhältnis ertragsrelevant zu sein. Unter der 4-Schnitt-Nutzung hat der Ertragsanteil der Gräser zugunsten der Leguminosen und sonstigen Kräuter abgenommen. Nach 4 Jahren Ausmagerung zeichnet sich weder eine Rückentwicklung zur mesotrophen Glatthaferwiese ab, noch konnten sich typische Magerkeitszeiger in den Beständen etablieren. Selbst bei doppelter Schnittzahl ließ sich eine trophische Ausmagerung der Böden über Bioindikation noch nicht nachweisen. Aus standortkundlicher Sicht läßt die kurze Versuchslaufzeit keine gesicherte Interpretation des Standortgeschehens zu.

Im Hinblick auf die fehlende Korrelation zwischen den gemessenen Bodenwerten und der tatsächlichen Standortproduktivität ist es fraglich, ob die im Feldversuchswesen erzielbaren Erkenntnisse im Bereich standortbezogener Ertragsbildung den Aufwand von Bodenuntersuchungen herkömmlicher Art rechtfertigen. Im Einzelfall dürfte es auf ertragsbildende Größen im Grünland ankommen, die über die standardmäßig erhobenen bodenchemische Parameter nicht darstellbar sind. Dazu gehören sicherlich die sich ständig ändernde Bodentemperatur und -feuchte (z.B. nutzbare Feldkapazität) während der Vegetationsperiode.  

Die Nährstoff-Nächlieferung ist im Grünland eine standortspezifische Konstante

 Die Nährstoff-Nachlieferung aus dem Boden ungedüngter Grünlandbestände ist eine standortspezifische Konstante: Unabhängig von der Intensität der Ausmagerung liefert unsere Parabraunerde aus  Moränemergel eine stets gleichbleibende Nährstoffmenge nach (abgeleitet von Reinnährstoff-Entzügen) von mindestens 95 kg Nmin, 63 kg CaO, 52 kg K2O, 34 kg P2O5 und 20 kg MgO. Dies entspricht mit  Ausnahme des Kaliums . in etwa den Entzugswerten 2-schnittiger Wiesen in ungünstigen Ertragslagen.

Quelle: BRIEMLE, G. 1998: Aulendorfer Extensivierungsversuch: Ergebnisse aus 10 Jahren Grünland­ausmagerung. - Landinfo 8/98: 1-7, LEL-Verlag Schwäbisch Gmünd 

Grundsätze einer umweltverträglichen Moornutzung

Eine umweltverträgliche Nieder- und Anmoor-Nutzung durch die Landwirtschaft stößt vor allem im Ackerbau bald an ihre Grenzen. Moorsackung durch gründliche Entwässerung wie  auch oxidativer Torfverzehr durch ständige Belüftung der Bodenkrume lassen die jahrtausendealte, nährstoffreiche Torfauflage in absehbarer Zeit verschwinden. Zusätzliche  belastet diese standortfremde Nutzung die Atmosphäre durch Abgasung von N2 und Lachgas. Es wird aufgezeigt, wie eine Nutzung solcher Moorflächen als Dauergrünland  derartige Umweltbelastungen weitestgehend verhindern kann, vor allem dann, wenn gewisse Regeln bei der Grünlandbewirtschaftung eingehalten werden. Dazu gehört in erster  Linie eine nur mäßig tiefe Entwässerung. Unter anderem werden dadurch die ökologisch wichtigen Denitrifikations-Prozesse am Grundwasserhorizont begünstigt.  

Der vollständige Versuchsbericht kann als Sonderdruck oder Kopie für 10 Ct./Seite zuzüglich Porto bei der LVVG Aulendorf angefordert werden.

 

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