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Was ist eine Blumenwiese?
Unter Blumenwiese im ursprünglichen Sinn wird eine extensiv genutzte, kräuter- und damit blütenreiche landwirtschaftliche Fläche verstanden, deren Aufwuchs 1 bis 2 mal im Jahr gemäht wird. (--> Ansaat-Mischungen für Blumenwiesen)
Eine Wiese dient der Erzeugung von Grundfutter-Reserven für Nutzvieh (Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen). Das Futter wird entweder geheut (an der Luft getrocknet) oder über Silieren
(vergleichbar mit Sauerkraut) haltbar gemacht.
Beachte: Eine Wiese wird grundsätzlich nur gemäht (geschnitten); eine Weide dagegen wird nur beweidet; auf einer Mähweide geschieht beides.
Blumenwiesen
werden in Mitteleuropa – wie gesagt – höchstens 2 mal im Jahr genutzt und nur mäßig oder kaum gedüngt. Die erste Nutzung erfolgt in der ersten Juni-Hälfte (Heuschnitt), die zweite im August (sog. Öhmd- oder Grummetschnitt). Dadurch
werden viele blütenbunte Kräuter gefördert, so daß ein überaus farbenfroher Blütenaspekt entsteht.
Blütenbunte, mesotrophe Glatthaferwiese
Um den farbenfrohen Aspekt zu erhalten muß dieser Wiesentyp 2 x im Jahr gemäht werden, wobei der erste Schnitt etwa Mitte Juni erfolgen soll. Im Schnitt gibt es in diesem Extensiv-Grünland 35 Pflanzenarten pr 25 qm Referenzfläche.

Der Schachbrett-Falter (Melangaria galathea) ist eine Charakterart von artenreichem Grünland. Seine Raupe frißt an Lieschgras, Knaulgras und Schafschwingel.
Trespenwiese von hoher Biodiversität.
Dieser Wiesentyp wächst auf Kalkböden und ist besonders artenreich. Eine solche Magerwiese kann bis zu
70 Pflanzenarten pro 25 qm Referenzfläche aufweisen und das 10-Fache an Insekten beherbergen. Nutzungsvorschrift: nur eine Mahd pro Jahr und zwar Mitte Juli.

Das gewöhnliche Blutströpfchen (Zygaena filipendulae) gehört zur Familie der Widderchen-Falter. Die Raupe dieses Insekts ernährt sich von der Blättern des Hornklees.
Streuwiese mit Sibirischer Schwertlilie.
Dieser Wiesentyp darf nicht vor Herbst gemäht werden, sonst verschwinden die wertgebenden Arten. Es handelt sich hierbei um sogenanntes Biotopgrünland, das
heutzutage im Interesse des Naturschutzes künstlich (also außerlandwirtschaftlich) offengehalten und gepflegt wird.
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